heimatverein Rieden

Tennis-Club

Tennisclub TC Rieden, Kontakt/Ansprechpartner:
Helmut Bauer, Haselbergweg 14, 92286 Rieden, Tel. 09624/2434


tennisclub rieden

Wahl des Vorstandes 2019:

Die Enstehung der Tennisanlagen
und
die Entwicklung des Vereines   

                     eine Chronik von Albert Kräuter

1978. Die Marktgemeinde unter Bürgermeister Anton Mayer fühlt sich nicht in der Verantwortung, einen Tennisplatz zu errichten, so ergreift der HVV (Heimat- und Verkehrsverein Unteres Vilstal Rieden) mit Vorsitzendem Adolf Fleischmann die Initiative. Bei einer Sitzung im Rosenweg 1 in Rieden beschließt die Vorstandschaft am 3. November 1978 den Bau von zwei Tennisplätzen. Geeignet wäre ein Grundstück beim Campingplatz; ca. 1600 qm sollen für je 7 Mark aufgekauft werden. Der Kaufpreis wird 2 Jahre nach Baubeginn fällig.

Wenige Tage später, am 8. November 1978, findet im „Gasthof zum Bären“ die Gründungsversammlung der „Sparte Tennis“ statt. Durch die Presse werden Tennisinteressierte angeworben und die Öffentlichkeit informiert. Der „Gasthof zum Bären“ wird zum Vereinslokal.

Die Finanzierung und die Errichtung der neuen Plätze werden zu einer großen Herausforderung. Ein Arbeitskreis (H. Süß und A. Fleischmann) soll Bautätigkeiten und deren Kosten koordinieren. Bei einem vorhandenen Startkapital von praktisch null wird eine vorläufige Summe von 164000 DM an Ausgaben errechnet. Die Kosten der Vorplanung finanziert die Marktgemeinde Rieden, des Weiteren übernimmt sie die Bürgschaft für notwendige Kredite.

Durch einen kräftigen Zuschuss aus “Freizeit und Erholung”, einem Finanzierungsprogramm der Bayerischen Staatsregierung, kann der Bau zu 50% finanziert werden. Weitere 25% der Kosten werden durch einen günstigen Kredit ausgeglichen und müssen, wie auch der verbliebene Rest, vom Heimatverein getilgt werden.

Die festgelegte Aufnahmegebühr für neue Mitglieder des Tennisklubs liegt bei 120 Mark, müsse aber angehoben werden, wird festgestellt. Die Mitgliedsbeiträge liegen bei 150 Mark jährlich.

1979. Der Bau der Tennisplätze ist in vollem Gange. Humus kann erworben werden. Wegen der knappen Geldmittel sind Eigenleistung und Arbeitseinsätze gefordert. Neben den Tennisplätzen soll auch ein kleines Gebäude in Form einer Blockhütte entstehen. Am Rande der neuen Anlage werden Bäume und Sträucher gepflanzt. Eine spätere Erweiterung des Areals will man sich offen halten. Für die Errichtung der Plätze verspricht der Riedener Bürgermeister auch Unterstützung durch den Bauhof. Bereits im Mai 1980 wird die Tennis-Anlage fertiggestellt und kann sportlich genutzt werden.

Durch die relativ hohen Mitgliedsbeiträge und viel Eigenleistung können angefallene Kosten alsbald gedeckt und Kredite zurückbezahlt werden. Auch ein Teil aus dem Erlös des alljährlich stattfindenden Vilstalfestes des HVV wird für die Schuldentilgung verwendet.

1981. Die Tennisplätze erfreuen sich großer Beliebtheit, die Anlage ohne ein Tennisheim wird aber als „unzumutbar“ bezeichnet, vor allem wegen der fehlenden sanitären Anlagen. So also steht die Errichtung eines Tennisheimes auf dem Plan. Über Größe und Nutzung wird viel diskutiert, vor allem, weil in den geplanten Kellerräumen Toiletten für den Campingplatz eingebaut werden sollen. Auch eine Kläranlage wird notwendig. Zuschüsse sind anzufordern, eine erneute staatliche Unterstützung für den sogenannten Bauabschnitt II des Tennisplatzes ist zu beantragen. Die Kosten werden auf 280000 DM geschätzt, eine für diese Zeit horrende Summe. Landkreis und Bezirk gewähren einen Zuschuss von 5000 DM. Die Gemeinde erklärt sich lediglich bereit, 25000 DM für die Kosten der Toiletten im Kellerbereich des Tennisheimes zu übernehmen.

1982. Der staatliche Zuschuss bleibt aus! Die notwendigen Mittel müssen größtenteils durch den Verein aufgebracht werden. Die Kellerräume allerdings sind aufgrund neuer Erkenntnisse gänzlich aus der Planung zu streichen, das Vorhaben ist abwassertechnisch nicht realisierbar, so dass man mit einer deutlichen Reduzierung der Gesamtkosten rechnen kann. Der Bau für das neue Tennisheim beginnt im September 1982 durch Firma A. Staufer. Bereits im November desselben Jahres steht der Rohbau.

1983. Die Fertigstellung des Tennisheimes finanziert der TC (Tennis Club) durch einen Kredit über 30000 DM von der Kreissparkasse – mit einem Jahreszins zu 7% bei 100% Auszahlung. Der TC ist Träger des Tennisheimes. Die Marktgemeinde Rieden übernimmt die Kosten für die notwendige Kläranlage. Spartenleiter Heinz Müller berichtet, dass der Gesamtaufwand für den Bau des Tennisheimes abschließend etwa 86000 DM betragen wird. Kritische Worte richtet er an die Gemeinde: Für den Bau der Anlagen wurden seitens des Marktes Rieden bisher kaum nennenswerte Leistungen erbracht. Des Weiteren stellt Heinz Müller fest, dass sich der Tennisplatz insbesondere für den Fremdenverkehr zu einem Aushängeschild Riedens entwickelte, im Übrigen nähere sich die Anzahl der Mitglieder bereits der Zahl 100.

1988. Die Vorstandschaft des Tennis Clubs strebt eine weitere Baumaßnahme an: Um einen reibungslosen Spielablauf zu gewährleisten, muss die Tennisanlage um zwei weitere Plätze erweitert werden. Die Ausführung kostet 90000 DM. Eine Damen- und eine Herrenmannschaft wurde gegründet, somit beginnt der Einstieg in den Punktbetrieb. Die Jugendarbeit wird gefördert und Schnupperkurse werden abgehalten. Der Landkreis Amberg-Sulzbach gewährt eine Zuwendung von 12850 DM.

Nach der Erweiterung der Spielplätze beginnen schon einige Jahre später die Überlegungen zu einem Anbau an das bestehende Tennisheim. In die Tat umgesetzt und mit viel Eigenleistung wird das Projekt 1996 fertiggestellt, finanziell unterstützt durch den Heimatverein.

2002. Bei einer Personenstärke von 130 Mitgliedern übergibt Heinz Müller die Spartenleitung an Helmut Bauer.

2003. Die Sparte feiert 25jähriges Jubiläum – mit einem Tag der offenen Tür und interessanten sportlichen Wettkämpfen auf vereinseigenem Terrain. Die Anzahl der Mitglieder steigt auf 148 Personen. Heinz Müller wird zum Ehrenvorsitzenden ernannt.

2016. Bei derzeit 165 Mitgliedern (27 davon sind Jugendliche) wird für die Leitung der Sparte ein Führungsteam gewählt, nämlich Helmut Bauer, Werner Lang, Frank Schädlich. Letzterer scheidet 2017 aus.

2019. Bei der Wahl des Vorstandes wird zum Sprecher des Führungsteams Werner Lang gewählt, Stellvertreter: Willi Anhalt. Schriftführerin ist Michaela Bauer, Kassier Alois Hofmann, Jugendleiterin Michaela Hetzenecker.